Stereo-3D --------- Viele abbildungsspezifischen Probleme und die Orientierung im Raum können durch die räumliche Wahrnehmung des Menschen gelöst werden, die darauf beruht, dass durch den Abstand der Augen zwei unterschiedliche ebene Bilder auf der Netzhaut zu einem Bild mit einer räumlichen Tiefe (Z) zusammengesetzt werden, mit deren Hilfe wir den Vordergrund vom Hintergrund unterscheiden können. * Perspektive ist die Lehre von der dreidimensionalen Darstellung, die durch die proportionale Verjüngung entfernt liegender Objekte und die vergrößerte Darstellung von Vordergrundobjekten entsteht. Das ermöglicht es mit grafischen Mitteln auf einer zweidimensionalen Fläche ein räumlich wirkendes Bild zu erzeugen. Die 3D-Computergrafik nutzt diese Möglichkeit, um mittels 3D-Grafik-Software aus 3D-Ordinaten und Helligkeits-Abstufungen ein räumlich wirkendes Bild auf dem flachen Grafikbildschirm zu erzeugen. * Ein 3D-Bild in der dreidimensionale Fotografie, stereoskopisches Bild beziehungsweise 3D-Film, dreidimensionaler Film: Betrifft die Aufnahme und Wiedergabe von Bildern oder Filmen, die einen echten räumlichen Eindruck vermitteln, wird z. B. jedem Auge wie in der Wirklichkeit nur das entsprechende seitlich leicht versetzte Teilbild dargeboten, beispielsweise durch 3D-Brillen auf Basis von Anaglyphen oder Polarisation oder LCD- Shuttertechnik ein stereoskopisches Bild in zwei Signalwege getrennt. Eine andere, künstlich erzeugte Methode der dreidimensionalen Bilddarstellung wird beim Single image stereogram (SIS) angewandt. * Dreidimensionaler Ton: die räumliche ortbare Wiedergabe von Tönen, zum Beispiel durch mehrere Lautsprecher, die ähnliche Positionen einnehmen wie die Mikrofone bei der Aufnahme (Stereo, Quadrophonie, Surround Sound 5+1, 6+1), oder über Kopfhörer bei der Kunstkopf-Stereofonie. Das zugrundeliegende Prinzip ist dasselbe wie bei den ca. 7 cm auseinander liegenden Augen: Aus Signalunterschieden der beiden Ohren rekonstruiert das Gehirn echte Räumlichkeit. Quelle: http://de.wikipedia.org/ Fast gleichzeitig mit der Erfindung der Fotografie beschäftigte sich der englische Physiker Sir Charles Wheatstone 1832 mit dem Problem des räumlichen Sehens. Er konstruierte ein Betrachtungsgerät, bei welchem man mit dem linken Auge das linke Bild und mit dem rechten Auge das Bild auf der rechten Seite betrachten konnte. Er nannte sein Gerät "Stereoskop". Diese Bezeichnung ist noch heute gebräuchlich für Apparate, die "binokulares" Sehen ermöglichen. Der Begriff "Stereo", der hier erstmalig verwendet wurde, entstammt dem Griechischen und bedeutet soviel wie "körperlich". Das Stereoskop befähigt demnach, "körperlich", d.h. "räumlich" zu sehen. Die Übertragung des Begriffs Stereo auf die Musik erfolgte erst sehr viel später. Und im übrigen wurde der Begriff 3D ursprünglich und eigentlich nur für stereoskopisches Kino und Fotos verwendet (50er Jahre), bevor dann die Computergrafiker für ihre 2D-Projektionen von dreidimensionalen Objekten diesen griffigen Begriff missbraucht haben (80er Jahre). forum.heise.de Wie bei HDTV (720p oder 1080i/p) gibt es auch bei "3D"-Filmen mehrere Normen (und entsprechende Brillen-Versionen). Unbedarfte Film-Versender (wie amazon.de) schreiben im Internet leider oft nicht dazu, welche spezielle 3D-Norm eigentlich gemeint ist: 1. Pulfrich-Verfahren = links helles, rechts dunkles Klarsicht-Filter (billiges Pseudo-3D, nur bei Querbewegungen im Bild wirksam) 2. rot/grün (bzw. rot/magenta) = veraltete Anaglyphen-3D-Norm mit Farbverfälschungen (oft in DVD- oder Blu-ray-Schachteln beiliegende preiswerte Pappbrillen) 3. ColorCode 3-D = preiswerte Papp- oder Kunststoffbrillen links gelb/orange, rechts blau, farbtauglich mit starkem Lichtverlust, dänischer Anbieter 4. Infitec = moderne deutsche Weiterentwicklung mit guten Farben, in manchen Digital-3D- Kinos als teure Plastik-Brillen-Version "Dolby-3D" im Einsatz 5. Polarisations-Brillen = lineare oder zirkulare Polfilter, linkes und rechtes Auge unterschiedlich polarisiert, vollfarbig (3D-HDTV mit Spezial-Displays möglich, Projektion nur mit speziellen teuren "Silber"-Leinwänden) 6. LCD-Shutter-Brillen = vollfarbige hochauflösende Wiedergabe möglich, elektronische Steuerung der Brillen (Infrarot mit Akkubetrieb oder Kabelanschluss), gutes 3D-HDTV mit schnellen DLP-, LCD- oder Plasma-3D-Bildschirmen möglich bei mind. 100 Hz-Videosignal. Drei Varianten von 3D-Brillen erklärt: http://www.arte.tv/de/3333826.html Funktion von 3D-Brillen mit LCD-Shuttertechnik: http://www.razor3d.de/work.asp 3D-TV-Praxistipps für PC-Spezialisten: http://www.agaf.de/3D-TV-Praxistipps.txt Professionelle Anwendung der Stereo-3D-Technik: http://www.film-tv-video.de/index.php?id=newsdetail&tx_ttnews[tt_news]=38724&no_cache=1 3D-Profi-Camcorder: http://pro-av.panasonic.net/en/3d/ag-3da1/index.html 3D-Blu-ray-Normung abgeschlossen: http://www.bluray-3d.de/index.html http://www.areadvd.de/hardware/2010/3d.shtml http://www.hdtv-forum.ch/was-ist-3d.html http://vimeo.com/9412773 Wie es aussieht, setzen alle Broadcaster weltweit auf das "Side-by-Side"-Verfahren für 3D-HDTV. Neben 3D-Switch (Italien) und BSkyB (GB) noch Canal+ (Frankreich), USA (DirectTV) und Japan (?). Vorteil: Ältere HDTV-Sat-Receiver können weiterhin genutzt werden. Nachteil: Die effektive Bildauflösung beträgt nicht 1920x1080 Pixel, sondern nur 960x1080 Pixel. Bitte dieses Side-by-Side-3D-Verfahren nicht mit dem neuen 3D-Blu-ray-Verfahren verwechseln, das echte 2x 1920x1080 Pixel abliefert - und dafür das Ersetzen praktisch aller Komponenten erfordert... http://futurezone.orf.at/stories/1638047/ HDMI = Heftiges Durcheinander mittels Interface? ------------------------------------------------ Sie erkennen Fehler durch Mängel bei der Verkabelung meist am farbigen Aufblitzen von Bildpunkten oder ganzen Pixelreihen. Oft hilft es, einen AV-Receiver als Signalrepeater zu benutzen, um die Distanz zu verdoppeln. Aktuell ist HDMI bei Version 1.4a angelangt. Die Kabel zu den HDMI-Versionen unterscheiden sich jedoch, denn mit HDMI 1.3 wurden zur Steigerung der Datenrate zwei Kabelkategorien mit unterschiedlichen Hochfrequenzeigenschaften definiert. Ein Kategorie-1-Kabel kann Pixelraten bis 74,25 Megahertz übertragen, ein Kategorie-2-Kabel (High-Speed) bis zu 340 Megahertz. Achten Sie bei der Anschaffung daher auf den Kabeltyp, besonders bei 3D-Geräten. 3D-Kinofilme demaskiert ----------------------- Monster vs Alien = echtes 3D (Nativ 3D) Ice Age 3 = echtes 3D Avatar 3D = echtes 3D Ultimate Wave Tahiti 3D = echtes 3D Drachenzähmen leicht gemacht = echtes 3D Shrek 3 = echtes 3D Ich - Einfach unverbesserlich = echtes 3D Toy Story 3 = echtes 3D Sammys Abenteuer - Die Suche nach der geheimen Passage = echtes 3D Step Up 3D = echtes 3D Resident Evil: Afterlife = echtes 3D Alpha And Omega = echtes 3D Megamind = echtes 3D Tron Legacy = echtes 3D Alice im Wunderland: Kamera-Szenen sind 2D zu 3D konvertiert und nur die animierten Szenen sind Nativ 3D Kampf der Titanen: 2D zu 3D konvertiert Die Legende von Aang: 2D zu 3D konvertiert Cats & Dogs: Kamera-Szenen sind 2D zu 3D konvertiert und nur die animierten Szenen sind Nativ 3D Piranha 3D: 2D zu 3D konvertiert Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1: 2D zu 3D konvertiert http://www.digitaleleinwand.de/3d-filme/ 3D-Video-Eigenproduktion ------------------------ "Ich habe aus 3D-Studiomax 2 Videos rausgerechnet, die zuvor mit 2 Kameras "gefilmt" wurden. Jetzt hab ich also das linke und das rechte Bild. Ich möchte den fertigen Film dann auf eine DVD brennen und z.B. bei einem Freund am Rechner mit der Rot-Cyan-Brille ansehen." Keine gute Idee, weil durch die MPEG2-Kodierung in Anaglyphen gehen die Farbinformationen verloren, die dann zu sehr deutlichen Farbsäumen führen bis hin zum kompletten Bildzerfall - wenn das Video nicht länger als 5 Min. ist, dann solltest Du lieber die getrennten (oder nebeneinander-) Videos auf die DVD kopieren und er soll sich die auf dem PC mit dem "Stereoscopic Player" anschauen - der rechnet die Anaglypen bei der Wiedergabe so, dass Du das Problem der Kompression nicht hast. Ghosting/Doppelbilder bei 3D ---------------------------- Bei Doppelprojektion hast Du immer 2 Bilder gleichzeitig auf der Leinwand, d.h. der Polfilter in der Brille muss das richtige Bild von 2 gleichzeitig angezeigten Bildern rausfiltern, was nie perfekt funktionieren kann. Bei Shutterbrillen schaut man zwar auch durch 2 Polfilter, aber diese liegen erstens perfekt hintereinander in der Brille und zweitens wird auf der Leinwand immer nur ein Bild angezeigt (das andere Bild kann also keinen störenden Einfluss nehmen). Shuttertechnik mit DLP-Beamern hat also somit deutlich weniger ghosting (eigentlich überhaupt kein ghosting) als Polfilter mit Doppelprojektion. Nur LCD-TVs und LCD-Einzel- Beamer für 3D sind noch wesentlich schlechter, was ghosting angeht. www.stereoforum.org Bildfehler im 3D-Zeitalter: http://www.digitalfernsehen.de/Bildfehler-im-3-D-Zeitalter.2032.0.html Literaturempfehlung: http://www.amazon.de/Stereo-3D-Holger-Tauer/dp/3794907914/ref=cm_cr_pr_sims_i#reader_3794907914