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Digital Amateur TeleVision
gegenwärtiger Stand und künftige Entwicklungen
Vortrag von
Uwe E. Kraus, DJ8DW
R 14
beim ATV-Treffen, Gladbeck 10.04.1999
Arbeitsblätter
Übersicht:
- DATV-Projektgruppe an der Bergischen Universität Wuppertal
- Kurzfristige und mittelfristige Entwicklungsziele
- Diskussion der gewählten Modulationsart: G M S K
- Alternativen: O F D M, m-V S B
- Darstellung und praktische Vorführung der existierenden Hardware
- Verfügbarkeit von gedruckten Schaltungen und Bauteilen
- Weitere Entwicklungsschritte
D A T V - Projektgruppe
an der
Bergischen Universität
Wuppertal
offizielle Gründung am 10.12.1998 in Wuppertal
anwesend: DV's der umliegenden Distrikte
* Köln-Aachen (G), OM Manfred May, DJ1KF
* Nordrhein (R), OM Rolf Kühn, DL1EAG
* Westfalen Süd (O), OM Ludwig Kalle, DJ4VF
* Ruhrgebiet (L), OM Manfred Reichel, DF1QM
Mitglieder der Projektgruppe:
* OM Uwe E. Kraus, DJ8DW (Leitung)
* OM Hans-Jürgen Schmitz, DJ8VR
* OM Christoph Heiner, DL1EIN
* OM Peter Ehrhard, DL9EH
im Gründungsprotokoll sind die Ziele der Projektgruppe festgelegt
DARC-Vorstand hat Unterstützung zugesagt (und bereits in die Tat umgesetzt)
Unser Spendenkonto lautet:
Buchungsstelle: W / 28211 / 13102 914
der Universitätskasse Düsseldorf bei der Westdeutschen
Landesbank,
Girozentrale Düsseldorf.
BLZ: 30050000 Kto.-Nr.: 4051710
Zielvorstellungen für D A T V :
Ziele der Projektgruppe
- vor Ende 1999 sollen vier DATV Stationen auf der Grundlage der bisherigen
Vorarbeiten realisiert
und den vier Distrikten für praktische Versuche zur Verfügung
gestellt werden
- der Testbetrieb geschied unter Federführung dieser Distrikte
- es sollen gedruckte Schaltungen der Module nachbausicher zur Verfügung
gestellt werden,
ebenso Bediensoftware, Förderung des Selbstbaus
- weitere Wuppertaler Entwicklungen zur Verbesserung und Ergänzung
sollen später in das Projekt eingebracht werden
- Veröffentlichung von Konzepten und Schaltungsdetails
Diskussion der gewählten Modulationsart
- Vorteile der GMSK
- bewährt im Mobilfunk
- kompaktes Spektrum
- FM-ähnliches Verhalten
- effektive, nichtlineare HF-Verstärkung möglich (C-Betrieb)
- relativ einfacher Coder und Modulator
- einfache Demodulation im Empfänger (FM-Demodulator)
- Verbesserung durch aufwendigere kohärente Demodulation
- MPEG 1 Übertragung mit ca. 2 MHz Bandbreite auf 70 cm
- MPEG 2 Übertragung (hochqualitative FS-Rundfunkqualität)
mit ca. 8 MHz Bandbreite auf
23 cm und höheren Bändern
Nachteil der GMSK
- relative geringe Datenrate pro Frequenzbandbreite, ca. 0,9 Bit</s
pro Hz
- Alternative Modulationsarten: OFDM, m-VSB
Vorteile:
- höhere Datenrate pro Frequenzbandbreite
- ermöglicht MPEG 2 in 2 MHz Bandbreite auf 70 cm
Nachteile:
- sehr lineare HF.Verstärkung erforderlich
- aufwendige Schaltungstechnik in TX und RX
- höherer Signal/Stör-Abstand erforderlich
Allgemeine Entwicklungsgesichtspunkte
- Modulares System
- Logische Signalschnittstellen
- 50 W-Technik
- jedes Modul erhält +12 V, (verpolungssicher) 11 V - 14 V bei
Batteriebetrieb
Verfügbarkeit von gedruckten Schaltungen und Bauteilen
in wenigen Wochen stehen doppelseitige, durchmetallisierte und mit Lötstopmaske versehene gedruckte Schaltungen von folgenden Modulen zur Verfügung:
- 70 cm Konverter, ZF + Demod., Slicer + Clock,
- PC-Karte, GMSK-Coder, GMSK (IQ) Modulator,
- Up-Konverter + Synthesizer, 10 W Power Modul
es werden gängige, handelsübliche Bauteile verwendet
Weitere Entwicklungsschritte
an folgenden weiteren Modulen wird gearbeitet:
- PAL / MPEG Transcoder, FEC und FEC-1,
- Kanalentzerrung, MPEG / RGB Transcoder
Blockschaltbilder
erstellt am 11.07.1999 von SWL Kai Geisler nach Vorlagen von Uwe Kraus, DJ8DW, vermittelt durch OM Detlef Meis, DF5JZ